Neue Feindbilder, neue Gewaltformen?
Aktuelle Entwicklungen im Linksextremismus
Wie verändert sich der Linksextremismus – und welche Entwicklungen sind für Prävention und pädagogische Praxis besonders relevant?
Linksextremismus ist kein statisches Phänomen. In den vergangenen Jahren haben sich neue Jugend- und Kleingruppen gebildet, Sabotage gegen kritische Infrastrukturen rückt stärker in den Fokus und Themen wie Klimakrise, Antifaschismus oder Technologiekritik gewinnen an Bedeutung. Doch handelt es sich dabei tatsächlich um neue Entwicklungen – oder verändern sich vor allem die ideologischen Deutungen dieser Themen?
Im Online Lunch gibt Isabelle Holz einen wissenschaftlich fundierten Einblick in aktuelle Entwicklungen des linksextremistischen Spektrums. Dabei richtet sie den Blick weniger auf einzelne Gruppierungen als auf die ideologischen Veränderungen dahinter: Wie verändert sich die Kapitalismuskritik? Warum gewinnen öko-anarchistische und antimodernistische Argumentationen an Bedeutung? Weshalb geraten Unternehmen und kritische Infrastrukturen zunehmend in den Fokus militanter Gruppen?
Der Vortrag ordnet diese Entwicklungen ein und diskutiert ihre Bedeutung für Prävention, politische Bildung und pädagogische Praxis.
Das erwartet Sie:
- Aktuelle Entwicklungen im Linksextremismus
- Neue Feindbilder und ideologische Verschiebungen
- Jugend- und Kleingruppen im Blick
- Wissenschaftliche Einordnung aktueller Entwicklungen
- Raum für Fragen und fachlichen Austausch
Über die Referentin:
Isabelle Holz ist Vorsitzende des Netzwerks Terrorismusforschung e. V. sowie wissenschaftliche Mitarbeiterin und Teilprojektleiterin im Forschungsverbund MOTRA – Monitoringsystem und Transferplattform Radikalisierung. Zuvor war sie unter anderem Lehrbeauftragte an der Universität Tübingen sowie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsprojekt „Krisenfrüherkennung durch Literaturauswertung“, das vom Bundesministerium der Verteidigung gefördert wurde. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Extremismus, Terrorismus, Radikalisierung sowie Krisen- und Gewaltprävention.
Bezug zum Projekt DEMOS:
Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts DEMOS statt. Ziel des Projekts ist es, Fachkräfte durch aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und praxisnahe Impulse in ihrer Handlungssicherheit zu stärken. Die Online-Lunch-Reihe greift gesellschaftlich relevante Entwicklungen auf, ordnet sie fachlich ein und schafft Raum für Austausch, Reflexion und Diskussion.
Gerade mit Blick auf aktuelle Entwicklungen im Linksextremismus trägt dieses Format dazu bei, ideologische Veränderungen differenziert zu verstehen, neue Dynamiken einzuordnen und deren Bedeutung für Prävention, politische Bildung und pädagogische Praxis zu reflektieren.
Teilnehmen
Die Fachveranstaltungsreihe unter dem Dach des Innovationsprojekts Demos – Demokratie, Empathie, Mitgestaltung, Offenheit und Solidarität, gefördert im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“, widmet sich der Extremismusprävention und Demokratieförderung.
Im Fokus stehen demokratiefeindliche Phänomene – insbesondere Verschwörungsdenken und extremistische Narrative. Ziel ist es, diese sichtbar zu machen, interdisziplinäre Perspektiven zu vereinen und Lösungsansätze zur Prävention und Resilienz zu entwickeln.
Die Fachstelle Extremismusdistanzierung (FEX) organisiert diese Veranstaltungsreihe, um Fachkräfte und interessierte Bürger:innen zu sensibilisieren und Handlungswissen quer durch verschiedene Professionen zu erweitern.
Die Fachveranstaltungsreihe ist Teil des Projekts Demos, das verschiedene Formate und Initiativen bündelt, die sich für die Stärkung demokratischer Werte, den Umgang mit demokratiefeindlichen Tendenzen und die Förderung gesellschaftlicher Offenheit einsetzen.
📌 Gefördert durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.