Portionierter Judenhass
Antisemitismus auf TikTok
Wie verbreitet sich Antisemitismus auf TikTok – und warum ist er oft nicht auf den ersten Blick erkennbar?
Antisemitische Inhalte begegnen jungen Menschen in sozialen Medien häufig nicht in Form offener Hassbotschaften. Stattdessen werden sie in Memes, Emojis, Hashtags oder vermeintlich humorvollen Videos transportiert. Gerade diese codierte und mehrdeutige Kommunikation erschwert es, antisemitische Narrative zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren.
Im Online Lunch gibt Maik Fielitz Einblicke in aktuelle Forschung zu Antisemitismus auf TikTok. Anhand empirischer Analysen zeigt er, in welchen Formen sich antisemitische Inhalte verbreiten, welche Trends und Codes dabei eine Rolle spielen und warum viele Beiträge unterschiedliche Lesarten zulassen.
Der Vortrag vermittelt ein besseres Verständnis digitaler Kommunikationskulturen und zeigt auf, welche Herausforderungen sich daraus für Prävention, politische Bildung und pädagogische Praxis ergeben.
Das erwartet Sie:
- Aktuelle Forschung zu Antisemitismus auf TikTok
- Memes, Emojis und Codes als digitale Ausdrucksformen
- Hashtags und Trends im Kontext antisemitischer Kommunikation
- Ambivalenzen digitaler Plattformen verstehen
- Raum für Fragen und fachlichen Austausch
Über die Referentin:
Maik Fielitz ist Bereichsleiter für Digitale Konfliktforschung am Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) Jena. Seine Forschung beschäftigt sich mit der Transformation des Rechtsextremismus im digitalen Zeitalter sowie der Rolle digitaler Plattformen in liberalen Demokratien. Er ist Mitherausgeber des Online-Magazins Machine Against the Rage und Ko-Autor des von der Europäischen Kommission herausgegebenen Handbuchs „Online-Antisemitismus“.
Teilnehmen
Die Fachveranstaltungsreihe unter dem Dach des Innovationsprojekts Demos – Demokratie, Empathie, Mitgestaltung, Offenheit und Solidarität, gefördert im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“, widmet sich der Extremismusprävention und Demokratieförderung.
Im Fokus stehen demokratiefeindliche Phänomene – insbesondere Verschwörungsdenken und extremistische Narrative. Ziel ist es, diese sichtbar zu machen, interdisziplinäre Perspektiven zu vereinen und Lösungsansätze zur Prävention und Resilienz zu entwickeln.
Die Fachstelle Extremismusdistanzierung (FEX) organisiert diese Veranstaltungsreihe, um Fachkräfte und interessierte Bürger:innen zu sensibilisieren und Handlungswissen quer durch verschiedene Professionen zu erweitern.
Die Fachveranstaltungsreihe ist Teil des Projekts Demos, das verschiedene Formate und Initiativen bündelt, die sich für die Stärkung demokratischer Werte, den Umgang mit demokratiefeindlichen Tendenzen und die Förderung gesellschaftlicher Offenheit einsetzen.
📌 Gefördert durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.