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Lifecoaches, Gymbros & Gottes Nahrung

(Re)traditionalisierte Männlichkeitsentwürfe auf Social Media

Juli 1 @ 12:30 - 14:00
Veranstaltungsbeschreibung:

Selbstoptimierung, Männlichkeitskult und Testosteronrezepte – auf TikTok und YouTube inszenieren sich Creator als „Gymbros“, „Lifecoaches“ oder als Hüter einer archaischen, „echten“ Männlichkeit. Der Trend boomt – und er hat politische Implikationen.

Was zunächst wie Fitnesscontent oder Erfolgsmotivation aussieht, entpuppt sich häufig als Einfallstor für autoritäre Werte, Frauenfeindlichkeit, Anti-Feminismus oder religiös begründete Geschlechterbilder.

Im Online-Vortrag von Jessica Alessandra Wagner werfen wir einen kritischen Blick auf aktuelle Männlichkeitsnarrative auf Social Media – und analysieren:

  • typische Tropes wie „der Gymbro“, „der Lifecoach“ oder „der Alpha“
  • die psychologische Attraktivität dieser Inhalte für junge Männer
  • die Anschlussfähigkeit der Erzählungen an demokratiefeindliche Milieus
  • und wie Pädagogik, politische Bildung & soziale Arbeit reagieren können.
Über die Referentin:

Jessica Alessandra Wagner ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin an der Universität Bielefeld. Ihre Schwerpunkte liegen auf Gender, Gaming und Live-Streaming. Sie arbeitet freiberuflich als Referentin zu Gender und Medien und bringt Praxiserfahrung aus der Jugendsozialarbeit sowie geschlechterreflektierten Bildungsarbeit mit.

Bezug zum Projekt DEMOS:

Im Rahmen von DEMOS – Demokratie, Empathie, Mitgestaltung, Offenheit und Solidarität macht dieses Format sichtbar, wie digitale Genderbilder in Radikalisierungsprozesse eingebunden sein können – und wie politische Bildung dem mit Analyse, Aufklärung und Empowerment entgegentreten kann.

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Die Fachveranstaltungsreihe unter dem Dach des Innovationsprojekts Demos – Demokratie, Empathie, Mitgestaltung, Offenheit und Solidarität, gefördert im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“, widmet sich der Extremismusprävention und Demokratieförderung.

Im Fokus stehen demokratiefeindliche Phänomene  – insbesondere Verschwörungsdenken und extremistische Narrative. Ziel ist es, diese sichtbar zu machen, interdisziplinäre Perspektiven zu vereinen und Lösungsansätze zur Prävention und Resilienz zu entwickeln.

Die Fachstelle Extremismusdistanzierung (FEX) organisiert diese Veranstaltungsreihe, um Fachkräfte und interessierte Bürger:innen zu sensibilisieren und Handlungswissen quer durch verschiedene Professionen zu erweitern.

Die Fachveranstaltungsreihe ist Teil des Projekts Demos, das verschiedene Formate und Initiativen bündelt, die sich für die Stärkung demokratischer Werte, den Umgang mit demokratiefeindlichen Tendenzen und die Förderung gesellschaftlicher Offenheit einsetzen.

📌 Vorbehaltlich der Förderung durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.