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Weiblichkeit im Salafismus/Islamismus

Narrative, Anschlussfähigkeit und digitale Inszenierung

ATLAS Updates

August 3 @ 13:00 - 14:00
Veranstaltungsbeschreibung:

Narrative, Anschlussfähigkeit und digitale Inszenierung 

Auf TikTok, Instagram und anderen Plattformen begegnen jungen Menschen Inhalte, die Vorstellungen von Weiblichkeit, Frau-Sein, Familie, Schamhaftigkeit, Ehre und Zugehörigkeit vermitteln. Nicht immer treten diese Inhalte offen politisch oder extremistisch auf. Häufig erscheinen sie zunächst als religiöse Orientierung, Beziehungstipp, Lifestyle-Content, moralischer Rat oder vermeintlich stärkende Botschaft. 

Gerade diese niedrigschwelligen Zugänge sind für die pädagogische Praxis relevant: Inhalte können unverdächtig wirken, obwohl sie in einen stark ideologisch geprägten Hintergrund eingebettet sind. Dabei werden Weiblichkeitsbilder sowohl durch männliche als auch durch weibliche Akteur:innen, Prediger:innen und Influencer:innen inszeniert. 

Im nächsten ATLAS Update richten wir den Blick auf die Narrative, die in salafistischen und islamistischen Szenen rund um Weiblichkeit sichtbar werden. Im Mittelpunkt steht die Frage, warum bestimmte Vorstellungen von „richtigem“ Frau-Sein für junge Muslim:innen in Deutschland anschlussfähig sein können — etwa, wenn sie Orientierung, Anerkennung, Zugehörigkeit, Schutz oder klare Rollenbilder versprechen. 

Zugleich betrachten wir, welche Rolle Vulnerabilität spielen kann: Erfahrungen von Diskriminierung, Unsicherheit, Ausgrenzung, Identitätskonflikten oder fehlender Zugehörigkeit können dazu beitragen, dass ideologisch geprägte Angebote besonders attraktiv wirken. 

Das ATLAS Update ist ein Austauschformat. Wir geben kurze Einblicke in aktuelle Beobachtungen aus dem Projekt ATLAS und möchten danach vor allem mit euch ins Gespräch kommen.

Gemeinsam fragen wir:

  • Welche Vorstellungen von Weiblichkeit und Frau-Sein werden in salafistischen und islamistischen Online-Szenen inszeniert
  • Welche Narrative machen diese Bilder anschlussfähig?
  • Welche Rolle spielen Vulnerabilität, Zugehörigkeit und Anerkennung?
  • Wie funktionieren niedrigschwellige Zugänge über scheinbar unverdächtige Inhalte?
  • Wo beginnt ideologische Aufladung — und wie lässt sie sich pädagogisch einordnen? 

Das erwartet euch: 

  • Kurze Einblicke in aktuelle Beobachtungen aus dem Projekt ATLAS
  • Austausch zu Erfahrungen, Fragen und Unsicherheiten aus der Praxis
  • Gemeinsame Einordnung von Narrativen und digitalen Inszenierungen
  • Diskussion zu Anschlussfähigkeit, Vulnerabilität und ideologischen Hintergründen
  • Raum für Fragen, Perspektiven und kollegialen Austausch 

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ATLAS

Das Projekt ATLAS beobachtet und analysiert digitale Lebenswelten Jugendlicher und bereitet diese Erkenntnisse für die Fachpraxis auf. Ziel ist es, die Dynamiken dieser digitalen Räume besser zu verstehen und daraus Wege abzuleiten, wie reale Teilhabe, Beziehungen und Unterstützungsangebote für junge Menschen gestärkt werden können.

Mit ATLAS Connect bietet das Projekt vertiefende Online-Fachveranstaltungen mit Expert:innen aus Wissenschaft und Praxis. Die Formate verbinden aktuelle Beobachtungen aus digitalen Räumen mit fachlichen Impulsen und schaffen Raum für Austausch, Reflexion und Diskussion.

Die ATLAS Updates greifen regelmäßig aktuelle Trends, Debatten und Entwicklungen aus digitalen Lebenswelten auf. In kompakten Online-Formaten werden neue Beobachtungen aus dem Projekt vorgestellt, gemeinsam eingeordnet und hinsichtlich ihrer Bedeutung für die pädagogische Praxis diskutiert.

Ergänzt werden die Angebote durch die ATLAS Notes. Die kurzen, praxisnahen One-Pager bündeln zentrale Beobachtungen aus digitalen Räumen, ordnen aktuelle Phänomene ein und stellen Fachkräften kompakte Informationen für den schnellen Wissenstransfer zur Verfügung.

Gemeinsam schaffen ATLAS Connect, ATLAS Updates und ATLAS Notes verschiedene Zugänge zu aktuellen Entwicklungen digitaler Lebenswelten – von der vertieften fachlichen Auseinandersetzung über den kollegialen Austausch bis hin zur kompakten Wissensvermittlung.

Das Projekt wird umgesetzt von der LAG Mobile Jugendarbeit/Streetwork Baden-Württemberg e.V. und wird finanziert durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration aus Landesmitteln, die der Landtag Baden-Württemberg beschlossen hat.