Muslimisches Leben im DACH-Raum
Erkenntnisse aus dem Projekt „Brückenbauen im DACH-Raum“
Veranstaltungsbeschreibung:
Wie gestaltet sich muslimisches Leben im deutschsprachigen Raum – und welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede zeigen sich zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz?
In diesem Online-Lunch stellt Dr. Hussein Hamdan zentrale Erkenntnisse aus dem transnationalen Projekt „Brückenbauen im DACH-Raum“ vor. Über zwei Jahre hinweg begleitete das Projekt jeweils zwei Städte in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die gemeinsam mit muslimischen Gruppen vor Ort konkrete Vorhaben entwickelten und umsetzten.
Im Mittelpunkt standen dabei Fragen nach kommunalen Strukturen, Dialogformaten und konkreten Bedarfen muslimischer Communities. Gleichzeitig wurden Instrumente der bereits etablierten kommunalen Islamberatung in Baden-Württemberg (seit 2015) und Bayern (seit 2019) erprobt und weiterentwickelt.
Der Vortrag gibt Einblicke in:
- die Projektidee und ihre Umsetzung in den beteiligten Kommunen,
- Strukturen, Anliegen und Perspektiven von Muslim:innen im DACH-Raum,
- sowie den politischen und gesellschaftlichen Umgang mit muslimischem Leben in drei unterschiedlichen nationalen Kontexten.
Das Format richtet sich insbesondere an Fachkräfte aus Verwaltung, kommunaler Praxis, politischer Bildung und Zivilgesellschaft, die sich mit Fragen von Integration, Religionspolitik und gesellschaftlichem Zusammenhalt beschäftigen.
Über die Referentin:
Dr. Hussein Hamdan ist Islam- und Religionswissenschaftler. Er war an der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart tätig und ist seit 2015 maßgeblich für die kommunale Islamberatung Baden-Württemberg verantwortlich. Bei der Eugen-Biser-Stiftung leitet er das transnationale Projekt „Brückenbauen im DACH-Raum“, in dem Kommunen in Deutschland, Österreich und der Schweiz beraten werden.
Bezug zum Projekt DEMOS:
Das Format trägt zur Zielsetzung von DEMOS – Demokratie, Empathie, Mitgestaltung, Offenheit und Solidarität bei, indem es kommunale Handlungsperspektiven im Umgang mit religiöser Vielfalt aufzeigt. Durch die Analyse struktureller Rahmenbedingungen und dialogischer Ansätze stärkt die Veranstaltung demokratische Teilhabe und fördert einen sachlichen, differenzierten Diskurs über muslimisches Leben im deutschsprachigen Raum.
Teilnehmen
Die Fachveranstaltungsreihe unter dem Dach des Innovationsprojekts Demos – Demokratie, Empathie, Mitgestaltung, Offenheit und Solidarität, gefördert im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“, widmet sich der Extremismusprävention und Demokratieförderung.
Im Fokus stehen demokratiefeindliche Phänomene – insbesondere Verschwörungsdenken und extremistische Narrative. Ziel ist es, diese sichtbar zu machen, interdisziplinäre Perspektiven zu vereinen und Lösungsansätze zur Prävention und Resilienz zu entwickeln.
Die Fachstelle Extremismusdistanzierung (FEX) organisiert diese Veranstaltungsreihe, um Fachkräfte und interessierte Bürger:innen zu sensibilisieren und Handlungswissen quer durch verschiedene Professionen zu erweitern.
Die Fachveranstaltungsreihe ist Teil des Projekts Demos, das verschiedene Formate und Initiativen bündelt, die sich für die Stärkung demokratischer Werte, den Umgang mit demokratiefeindlichen Tendenzen und die Förderung gesellschaftlicher Offenheit einsetzen.
📌 Vorbehaltlich der Förderung durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.