Tradwives & Weiblichkeitscoaches
(Re)traditionalisierte Weiblichkeitsentwürfe auf Social Media
Veranstaltungsbeschreibung:
Auf Social Media feiern sie Millionenreichweiten: Frauen, die sich als „Tradwives“ inszenieren – traditionelle Ehefrauen, die ihr Glück im Gehorsam, in der Fürsorge und in der Rückkehr zur „weiblichen Essenz“ finden wollen. Daneben boomen Profile von „Weiblichkeitscoachinnen“, die Selbstoptimierung mit Spiritualität und Rückzug aus Gleichberechtigungserzählungen verbinden.
Doch was steckt hinter diesem Content?
Und warum wirkt er gerade auf junge Frauen so anziehend?
Im Vortrag von Jessica Alessandra Wagner, Genderforscherin und Medienpädagogin, analysieren wir aktuelle Weiblichkeitsentwürfe auf Social Media und hinterfragen ihre ideologischen Grundlagen. Der Fokus liegt dabei auf:
- sogenannten Tropes wie der „Tradwife“ oder „Weiblichkeitscoachin“
- der Ästhetik und Emotionalisierung dieser Inhalte
- den gesellschaftlichen und politischen Anschlussfähigkeiten dieser Narrative – auch im Kontext demokratiefeindlicher Bewegungen
Ein Format für alle, die wissen wollen, wie sich digitale Genderbilder verändern – und welche Fragen sich daraus für politische Bildung, Jugend- und Sozialarbeit ergeben.
Über die Referentin:
Jessica Alessandra Wagner ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin an der Universität Bielefeld. Ihre Schwerpunkte liegen auf Gender, Gaming und Live-Streaming. Sie arbeitet freiberuflich als Referentin zu Gender und Medien und bringt Praxiserfahrung aus der Jugendsozialarbeit sowie geschlechterreflektierten Bildungsarbeit mit.
Bezug zum Projekt DEMOS:
Im Rahmen des Projekts DEMOS – Demokratie, Empathie, Mitgestaltung, Offenheit und Solidarität fördert dieses Format digitale Medienkompetenz, geschlechterreflektierte Bildung und Demokratiesensibilität – als Bausteine zur Prävention von Radikalisierung und zur Stärkung gesellschaftlicher Teilhabe.
Teilnehmen
Die Fachveranstaltungsreihe unter dem Dach des Innovationsprojekts Demos – Demokratie, Empathie, Mitgestaltung, Offenheit und Solidarität, gefördert im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“, widmet sich der Extremismusprävention und Demokratieförderung.
Im Fokus stehen demokratiefeindliche Phänomene – insbesondere Verschwörungsdenken und extremistische Narrative. Ziel ist es, diese sichtbar zu machen, interdisziplinäre Perspektiven zu vereinen und Lösungsansätze zur Prävention und Resilienz zu entwickeln.
Die Fachstelle Extremismusdistanzierung (FEX) organisiert diese Veranstaltungsreihe, um Fachkräfte und interessierte Bürger:innen zu sensibilisieren und Handlungswissen quer durch verschiedene Professionen zu erweitern.
Die Fachveranstaltungsreihe ist Teil des Projekts Demos, das verschiedene Formate und Initiativen bündelt, die sich für die Stärkung demokratischer Werte, den Umgang mit demokratiefeindlichen Tendenzen und die Förderung gesellschaftlicher Offenheit einsetzen.
📌 Vorbehaltlich der Förderung durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.