Da.Gegen.Rede
Hate Speech erkennen und handeln
Veranstaltungsbeschreibung:
Hassrede im Netz gehört längst zum Alltag vieler junger Menschen. In sozialen Medien, Chatgruppen oder Kommentarspalten begegnen sie abwertender Sprache, diskriminierenden Botschaften und demokratiefeindlichen Erzählungen. Das verletzt, grenzt aus und kann dazu beitragen, dass Menschen sich aus digitalen Räumen zurückziehen.
Die Schulung „Da.Gegen.Rede – Hate Speech erkennen und handeln“ setzt genau hier an. Sie richtet sich an sozialpädagogische und pädagogische Fachkräfte, ehrenamtlich Engagierte sowie an alle, die mit Jugendlichen, Schulklassen oder Gruppen arbeiten und sich praxisnahes Workshopwissen zum Umgang mit Hate Speech aneignen möchten.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Hassrede erkannt, eingeordnet und besprechbar gemacht werden kann. Dabei wird deutlich: Hinter abwertenden Kommentaren stehen häufig Vorurteile, diskriminierende Deutungsmuster und Vorstellungen von Ungleichwertigkeit. Diese sichtbar zu machen und gemeinsam zu reflektieren, ist ein zentraler Bestandteil des Formats.
Anhand praxisnaher Beispiele aus Social Media – etwa Memes, Kommentare oder Posts – werden unterschiedliche Formen von Hate Speech betrachtet. Die Teilnehmenden lernen Methoden und Übungen kennen, mit denen Jugendliche für die Wirkung von Sprache sensibilisiert, Perspektivwechsel angeregt und Diskussionen über Haltung, Empathie und Zivilcourage ermöglicht werden können.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf konkreten Handlungsstrategien: Welche Möglichkeiten gibt es, auf Hassrede zu reagieren? Wann ist Widerspruch sinnvoll? Wie können Inhalte gemeldet werden? Welche Unterstützungsangebote gibt es für Betroffene? Die Schulung vermittelt niedrigschwellige Zugänge und stärkt die Handlungssicherheit für die eigene Praxis.
Die Veranstaltung bietet damit nicht nur fachliche Orientierung, sondern auch konkrete methodische Impulse für die Umsetzung in Schulen, Jugendgruppen, Projekten oder anderen Bildungs- und Beteiligungskontexten.
Bezug zum Projekt DEMOS:
Die Schulung richtet sich insbesondere an Engagierte aus dem Kontext TeamDemokratie und knüpft an bestehende Erfahrungen aus der Praxis an. Sie bietet Raum zur Auffrischung, zum fachlichen Austausch und zur gemeinsamen Weiterentwicklung von Handlungssicherheit im Umgang mit Hate Speech.
Ziel ist es, die Teilnehmenden in ihrer Rolle als Multiplikator:innen zu stärken. Sie erhalten konkrete Ansätze, Methoden und Reflexionsimpulse, die sie in ihrer eigenen Arbeit mit Jugendlichen, Gruppen oder schulischen Kontexten aufgreifen und weitertragen können.
Teilnehmen
Die Fachveranstaltungsreihe unter dem Dach des Innovationsprojekts Demos – Demokratie, Empathie, Mitgestaltung, Offenheit und Solidarität, gefördert im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“, widmet sich der Extremismusprävention und Demokratieförderung.
Im Fokus stehen demokratiefeindliche Phänomene – insbesondere Verschwörungsdenken und extremistische Narrative. Ziel ist es, diese sichtbar zu machen, interdisziplinäre Perspektiven zu vereinen und Lösungsansätze zur Prävention und Resilienz zu entwickeln.
Die Fachstelle Extremismusdistanzierung (FEX) organisiert diese Veranstaltungsreihe, um Fachkräfte und interessierte Bürger:innen zu sensibilisieren und Handlungswissen quer durch verschiedene Professionen zu erweitern.
Die Fachveranstaltungsreihe ist Teil des Projekts Demos, das verschiedene Formate und Initiativen bündelt, die sich für die Stärkung demokratischer Werte, den Umgang mit demokratiefeindlichen Tendenzen und die Förderung gesellschaftlicher Offenheit einsetzen.